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Eine Frau zwischen zwei Welten

Pamoja - Eine Frau zwischen zwei Welten

Pamoja - Eine Frau zwischen zwei Welten



Nach einem langen Arbeitsleben hat Maike von Morenhoffen ihre zwei Leidenschaften: Textil und Afrika zu einem neuen Beruf  im ‚Rentenalter‘ gemacht.

Die Bremerin hat zehn Jahre am Kap gewohnt und blickt auf eine 43-jährige Verbindung mit dem schwarzen Kontinent zurück. Und so stattet sie für ihr Unternehmen „Pamoja“ ihrem Lieblingsland Südafrika jedes Jahr einen Besuch ab. Desweiteren bereiste sie auch bereits Westafrika wie Ghana, Senegal, Elfenbeinküste, Burkina Faso und hat dort viele FreundInnen gefunden.

Pamoja ist kisuaheli und bedeutet „Miteinander“. „Und das ist auch das Motto“; erklärt Maike von Morenhoffen. Die Hobbyschneiderin und Geschäftsfrau ist jährlich drei Monate in Afrika, sucht dort nach landestypischen Stoffen, näht und schneidert zusammen mit Einheimischen und verkauft die Textilien dann in Deutschland.

Vor allem arbeitet Maike von Morenhoffen in Südafrika mit Frauen zusammen. „Die sind dort immer noch lange nicht gleichgestellt und kennen sich außerdem ausgezeichnet mit den Stoffen aus“, erzählt sie und fügt hinzu, dass die Frauen sich dadurch etwas dazu verdienen können.

Als sie vor 40 Jahren nach einem Studium der Textilbetriebswirtschaft auswanderte, war Kapstadt ihr erster Anlaufpunkt. In diesem Moment verliebte sich Maike von Morenhoffen in Südafrika.

Außer Stoffen gibt es bei Pamoja auch handgemachte afrikanische Kunst zu kaufen. Einerseits ist Inhaberin von Morenhoffen ständig in Deutschland und dem europäischen Ausland auf Märkten unterwegs, um die Stoffe vom schwarzen Kontinent an den Mann oder die Frau zu bringen, andererseits gibt es aber auch unter www.Pamoja.de einen Internet-Shop mit großem Sortiment.

Vor allem die Märkte haben es der Inhaberin aber angetan. „Dort trifft man immer neue Leute und tauscht sich entweder mit Kollegen und Kunden über Afrika-Erfahrungen aus oder versucht sie für die beeindruckende Kunst und Kultur zu begeistern“. Was allein schon bei einem Blick auf die große Auswahl an Stoffen nicht schwerfällt. „So etwas findet man in Deutschland sonst nicht, das ist Afrika pur“, schwärmt Maike von Morenhoffen.

„Afrika pur“ erwartet auch die Besucher, die bei der Pamoja-Inhaberin zuhause vorbeischauen. An den Wänden, auf dem Sofa, an der Decke – afrikanische Kunstwerke soweit das Auge reicht. Das Pendeln zwischen Bremen und Südafrika empfindet von Morenhoffen als sehr angenehm. So verliere man nie den Anschluss an die eine Welt. Und eines lerne man in der afrikanischen Kultur, dass auch vielen in der deutschen Heimat manchmal gut zu Gesicht stünde: Demut. „Zufrieden sein mit dem was man hat, auch wenn es nicht viel ist. Das ist das, was die Menschen dort auszeichnet“, berichtet die Bremerin.

Maike von Morenhoffen ist mit sich und ihrem Leben zufrieden. „Ich komme aus der Textilbranche und liebe Afrika – mit Pamoja konnte ich mein Hobby zum Beruf machen, was will ich mehr?“